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Aktuelles

Freitag, 13. Februar 2009

Das Gesetz des Schwächeren

Nicht nur starke Arten setzen sich durch

München, 13.02.2009 - Die Auslöschung von Arten ist eine Folge ihrer Unfähigkeit, sich an neue Umweltbedingungen anzupassen, und ihrer Konkurrenz mit anderen Spezies. Neben der Selektion und der Bildung neuer Arten gehört die Möglichkeit der Adaptation damit zu den Triebfedern der Evolution. Nach der seit Darwin bekannten Interpretation erhöhen diese Prozesse insgesamt die sogenannte „Fitness“ der Spezies, denn von zwei konkurrierenden Arten würde nur die stärkere überleben. LMU-Forscher haben nun den Verlauf eines zyklischen Wettbewerbs dreier Arten simuliert. Dabei ist jede Spezies einer anderen Art überlegen, während sie von einem dritten Interaktionspartner geschlagen wird. „Bei dieser Form der kreisförmigen Konkurrenz erweist sich fast ausnahmslos die schwächste Spezies als Gewinner“, berichtet Professor Erwin Frey, der Leiter der Studie. „Die beiden stärkeren Arten sterben dagegen aus, wie Experimente an Bakterien bereits gezeigt haben. Unser Ergebnis ist nicht nur eine große Überraschung, sondern auch wichtig für das Verständnis der Evolution von Ökosystemen und die Entwicklung neuer Strategien zum Schutz von Arten.“

(Auszug aus einer Pressemitteilung der LMU)

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