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Meldung

Montag, 16. November 2015

BIOMOD 2015 - LMU-Team Nanocandy gewinnt 2. Preis

Ein Team der LMU hat beim weltweiten BIOMOD-Wettbewerb an der Harvard University den zweiten Platz erreicht.

Das Nanocandy-Team der LMU

Das Nanocandy-Team der LMU

Das Team Nanocandy der LMU war beim vom Wyss Institute an der Harvard University ausgelobten BIOMOD Wettbewerb in den USA erfolgreich. Luzia Kilwing, Jonathan Wagner, Chaochen Lu und Maximilian Schiff gewannen den zweiten Preis und zusätzlich den Preis für die beste Präsentation ihrer Forschung: Dem Nanocandy – einem auf Basis des DNA-Origami generierten Moleküls, das die Grundlagenforschung in die Lage versetzen soll, die hochkomplexe Interaktion zwischen Kohlenhydrat und Protein besser zu verstehen.

In jedem biologischen Prozess spielen Kohlenhydrate eine wichtige Rolle – vor allem bei der Zellerkennung und dem Zellwachstum. Vielen Erkrankungen liegt das Nicht-funktionieren oder Fehlen solcher Prozesse zugrunde – so etwa bei Tumorzellen. Aus diesem Grund sind die sogenannten Lektine – Proteine, die die auf der Zelloberfläche spezifische Kohlenhydratstrukturen binden – für das Verständnis der dabei zugrundeliegenden Interaktion von besonderem Interesse. Hier soll das Nanocandy gleichsam als Nanocarrier die Bindungsprozesse deutlich machen.

Unterstützt wurden die Studierenden bei ihrem Projekt von Öffnet externen Link in neuem FensterNIM-Professor Tim Liedl von der Soft Condensed Matter Group der Fakultät für Physik an der LMU und seines Zeichens Spezialist bei sogenannten DNA-Origami. Dabei geht es darum, aus DNA-Komponenten komplexe neuartige Strukturen entstehen zu lassen. Die Forscher nutzen dabei die Eigenschaft der Bausteine, sich selbst dreidimensional aufzufalten. So kann man gleichsam maßgeschneiderte künstliche Riesenmoleküle konstruieren, die sogar Mikrometergröße erreichen, aber eben im Nanometer-Maßstab veränderbar bleiben.

Der jährlich stattfindende BIOMOD ist ein Studierendenwettbewerb, der vom Wyss Institut an der Harvard University ausgelobt wird. Dabei geht es um „Konstruktion” und Bau unter anderem von molekularen Computern oder Prototypen für die Therapie auf der Nanometerskala. Bausteine sind dabei unter anderem DNA, RNA oder Proteine. (LMU)

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