Monday, 15 March, 2010
Rauschen macht Nanoelektroden schneller
Chemische Reaktionen lassen sich berechnen
Physiker der Technischen Universität München (TUM) haben nun im Rahmen der Nanosystems Initiative Munich (NIM) eine Methode entwickelt, mit der sie das Verhalten elektrochemischer Nanosysteme berechnen können. In der aktuellen Ausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) stellen sie ihre Arbeiten vor.
In der uns vertrauten Welt scheinen chemische Reaktionen kontinuierlich abzulaufen. Betrachtet man nur wenige Nanometer große Elektroden, so kommt plötzlich der Zufall ins Spiel: Abhängig von der zufälligen Bewegung der Moleküle in der Umgebung, findet an der einen Elektrode gerade eine Reaktion statt, an der anderen erst kurze Zeit später. Den genauen Zeitpunkt, an dem eine Reaktion stattfindet, kann man nicht vorhersagen. Der kontinuierliche Stromfluss kommt ins stottern.
Modelle, die makroskopische Situationen akkurat beschreiben, sind auf der Nanoskala nicht mehr anwendbar und neue Beschreibungen müssen gefunden werden. Professor Katharina Krischer und Dr. Vladimir Garcia-Morales aus dem Physik-Department der TU München haben nun ein Berechnungsmodell entwickelt, mit dem diese Reaktionen simuliert werden können.
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