Thursday, 16 April, 2009
Chip-Labor auf Eis
Ein Laserstrahl lenkt Wasser durch haarfeine Kanäle
München, 16.04.2009 - Das Chemie-Labor der Zukunft passt auf einen Fingernagel. In einem solchen „Lab-on-a-Chip“ lassen sich mit geringem Aufwand kleinste Mengen biologischen Materials untersuchen. Das Verfahren soll die medizinische Diagnostik revolutionieren, etwa bei der Erkennung von Krebserkrankungen und dem Nachweis genetischer Veränderungen. Eine Herausforderung ist dabei immer noch die gezielte Bewegung von Flüssigkeiten auf kleinem Raum. Ein Forscherteam um den LMU-Biophysiker Professor Dieter Braun hat nun ein Verfahren entwickelt, bei dem ein Laserstrahl als treibende Kraft die Tröpfchen durch Eiskanäle pumpt – um künftig auch komplexe Lab-on-a-Chip-Anwendungen durch Licht zu ermöglichen. Die Arbeit wurde im Rahmen des Exzellenzclusters „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM) durchgeführt. (Applied Physics Letters, April 2009)


