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NIM nanosystems initiative munich
Meldung

Thursday, 17 January, 2008

Fingerabdrücke bei Licht besehen - Ein neuer Effekt in der Quantenmechanik

ACHTUNG KORREKTUR!

München, 17. Januar 2008 - Wenn ein Atom Energie freisetzt durch
Lichtemissionen, zeigt sich das so genannte optische Spektrum. Dabei
werden einzelne „Portionen“ abgegeben, die Lichtquanten, und das
optische Spektrum besteht aus einzelnen farbigen Spektrallinien. In
manchen Systemen aber wird die Energie kontinuierlich abgegeben. Das
optische Spektrum gleicht dann einem breiten und gleichmäßigen
Farbband. Sind sowohl Quantenzustände als auch kontinuierliche
Zustände gleichzeitig vorhanden, zeigen sich spezifisch geformte
Spektrallinien. Dieser Fano-Effekt hängt aber auch von der Intensität des
Lichts ab, das die Anregungsenergie von außen liefert. Das zeigt jetzt ein
internationales Forscherteam in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift
„Nature“. Leiter des Projekts waren Professor Sasha Govorov von der Ohio
University, USA, und Professor Khaled Karrai, Mitglied des „Center for
NanoScience (CeNS)“ der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU)
München und bis Anfang 2007 Principal Investigator im Exzellenzcluster
„Nanosystems Initiative Munich (NIM)“, jetzt Vorstand (CTO) der
HighTech-Firma attocube systems AG in München. Der neu entdeckte
nichtlineare Fano-Effekt zeigt bei niedriger Intensität des Lichts normale
atomare Spektrallinien. Bei steigender Intensität gehen sie über in das
typische Fano-Spektrum, das bis jetzt aber fast nicht nachgewiesen
werden konnte. Als wertvolles experimentelles und theoretisches
Werkzeug soll der nicht-lineare Fano-Effekt nun in der Erforschung
bislang kaum zugänglicher Bereiche der Quantenoptik und auch in der
Entwicklung neuer Quantenwerkzeuge eingesetzt werden. Die Arbeiten
wurden am Lehrstuhl für Festkörperphysik von Professor Jörg Peter
Kotthaus durchgeführt. (Auszug aus der Pressemitteilung der LMU).

Veröffentlichung:
The nonlinear Fano effect, M. Kroner, A. O. Govorov, S. Remi, B. Biedermann, S. Seidl, A. Badolato, P. M. Petroff, W. Zhang, R. Barbour, B. D. Gerardot, R. J. Warburton & K. Karrai, Nature 451, 311-314 (17 January 2008)

Pressemitteilung der LMU als PDF-Datei

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